Objekte & Installationen

Ihr Slogan

Kunstweg Treisbach

Am Kunstweg Treisbach werden acht meiner überwiegend neueren Objekte und Installationen dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert. Viele weitere Arbeiten, die auf dem Anwesen stehen, können vom Weg aus besichtigt werden.

Bei Anfahrt mit dem PKW: An der Kreuzung in der Dorfmitte Richtung Niederasphe abbiegen, dann hinter der Brücke rechts und gleich wieder links. Für das Navy: Wetter/Hessen, Am Berggarten 1



Der Kunstweg ist Teil des stark frequentierten Weges von der Straße „Am Berggarten“ hoch zur Schöne-Aussicht-Hütte der Wanderfreunde Treisbach und zum Schüssler. Auf einer Wegstrecke von etwa zweihundert Metern finden nicht nur Kunstinteressierte, sondern auch Spaziergänger*innen, Radtouristen und Landwirte auf dem Weg zu ihren Feldern künstlerische Objekte und Installationen am Wegesrand. Wanderer des Premium-Wanderweges Gisonenpfad werden über Hinweisschilder auf diese Besonderheit aufmerksam gemacht und geleitet. Hier kommt die Kunst dauerhaft zur Betrachter*in.

Die Installationen und Objekte am Kunstweg beschäftigen sich vorwiegend mit Themen der Region: mit ihrer Geschichte, mit Märchen und mit der Landschaft. Oft sind Gerätschaften und Materialien verarbeitet, die von Treisbachern gespendet wurden. Drei Objekte sind interaktiv mit entsprechenden Hinweisschildern.


Objekte und Installationen am Kunstweg direkt

Kaltblut


 

 

 

Zweischneidig

schwerelos

Schneewittchen

BrechKlangEisen

Vielfalt

Fenster zum Säife

Windspiel mit Blick zur SchöneAussichtHütte

Windspiel mit Blick ins Treisbachtal

Begeht man vom Berggarten kommend den Kunstweg, so ist das erste Objekt das „Kaltblut“. In einem Pferdekörper aus einfachen Hölzern mit Kummet und angedeutetem Pferdegeschirr hängen vier alte Waagen. An diesen sind wiederum viele, überwiegend metallene Gegenstände aus einer Zeit befestigt, als das Pferd das wichtigste Zugtier war, wie Rückeketten und Mähbalken, aber auch Spitzhacke, Schusterambosse, Brotschieber und Tellerfalle.

Das nächste Objekt heißt „Zweischneidig“. Das große gusseiserne Rad mit zwei sichelförmigen Messern stammt von einer handbetriebenen Schneidemaschine für Stroh und Kohlblätter. Es ist auf einem Dreibein befestigt und lässt sich gefahrlos drehen, wozu ein Schild auffordert. Die Zwischenräume sind mit goldfarbenen Streckblechen so gefüllt, dass durch Lichteinwirkung die originäre Ästhetik dieses Rades und seine Yin & Yang – Assoziation hervorgehoben wird.

Von hier wird die Betrachter*in durch ein Schild auf das angrenzende Wiesengrundstück zur Ketteninstallation „schwerelos“ geleitet. An der zwischen zwei kräftigen Bäumen in einer Höhe von 4m gespannten, etwa 12m langen Kette hängen verschiedene, zum Teil sehr schwere Ketten, Waagen und Ortscheite, auch Schwengel genannt. Ergänzt werden diese Objekte um weitere landwirtschaftliche Gerätschaften. Obwohl die Schwere der Arbeit, zu der diese früher benutzt wurden, noch wahrnehmbar ist, entfaltet die Installation eine große Leichtigkeit, da selbst schwere Ketten und Waagen durch die Art der Aufhängung schon bei einem leichten Luftzug oder sachter Berührung in Schwingung geraten.

Zurück am Kunstweg thematisiert ein Heugreifer mit ovalen Spiegeln das Märchen vom „Schneewittchen“. Seines schweren Aufhängemechanismus entledigt, entwickelt der Heugreifer eine Ästhetik, die sich aus dem Kontrast von fragiler Leichtigkeit und kalter Bedrohlichkeit ergibt.

Das „BrechKlangEisen“ ist das dritte interaktive Objekt. Ein Schild lädt dazu ein, mit den am Ständer befestigten alten Krampennägeln das sehr alte, handgeschmiedete Brecheisen anzuschlagen oder daran entlang zu streichen und den Tönen zu lauschen.

Geht man etwas weiter den Berg hoch, kommt man zum Objekt „Vielfalt“. Es ist gefertigt aus Teilen eines Miststreuers der ersten Generation und passt damit gut zu dem ländlichen Bezug des Kunstweges, vermittelt hier allerdings eine ganz neue Aussage. Sieben Metallschienen, die ursprünglich den Mist zum Streuer transportieren, sind nun senkrecht im Boden verankert und in den Farben der Vielfalt gestrichen. In ihrer kreisförmigen Anordnung werden sie durch die alte Transportkette in den Farben unserer Nationalflagge zusammengehalten. Die Kettenenden wiederum sind durch ein Schloss mit der Gravur des Objektnamens verbunden. Der eher bewahrende, traditionelle Charakter des Kunstweges wird durch diese Installation um eine zukunftsweisende, moderne und weltoffene Sichtweise erweitert.

Direkt daneben steht das „Fenster zum Säife“, eine große Landschaftsinstallation. An einem alten Eggenbalken sind mehrere Ketten so befestigt, dass sie unterschiedliche Flächenformen bilden. Diese sind mit Gitterblechen in den Farben Gold, Silber und Kupfer gefüllt bis auf die etwa ein Quadratmeter große Mitte. Diese fokussiert den Blick auf die herrliche Landschaft, insbesondere auf den feuchten Wiesengrund „In dem Seife“, im Treisbacher Dialekt „Im Säife“.

Folgt man diesem Weg weiter, gelangt man zur Schöne-Aussicht-Hütte. Hier steht das "Windspiel", welches den Abschluss des Kunstweges bildet. Ein großes Mobile aus alten bäuerlichen Geräten und Werkzeugen ist an einer fast fünf Meter hohen Stahlkonstruktion so aufgehängt, dass es  schon von einem leichten Luftzug in Bewegung gesetzt wird.

Von hier aus werden Wanderer auf den sehr nahen Gisonenpfad zurückgeführt.

Objekte und Installationen auf dem Anwesen
(Erklärungen dazu auf der Seite Erläuterungen bei dem jeweiligen Objekt)


EINSCHWINGEN

Falada

PatchWorks!

Gefallener Engel

Tor zur alten Welt

Drahthai

Schwer anhänglich

Deckel druff